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Mikrodaten des Zensus 2022 verfügbar

Die Forschungsdatenzentren (FDZ) der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder freuen sich, ab Mai 2026 die Mikrodaten des Zensus 2022 in ihr Datenangebot aufzunehmen und der Wissenschaft zur Verfügung zu stellen.
Mit etwa 83 Mio. Personendatensätzen, 40 Mio. Haushalten und 20 Mio. Gebäuden zeichnet das Datenmaterial des Zensus ein flächendeckendes Bild davon, wie die Bevölkerung in Deutschland lebt, wohnt und arbeitet. Enthalten sind neben soziodemografischen Personenangaben auch Informationen zur Zusammensetzung von Haushalten und Familien und zur Gebäude- und Wohnungsstruktur. Die Daten können kleinräumig bis hinunter zur Ebene von 100-Meter-Gitterzellen ausgewertet werden. Zudem wurden im Rahmen der Haushaltsstichprobe für etwa 11 Mio. Personen zusätzliche Angaben, etwa zum Bildungsstand und zur Erwerbsbeteiligung erhoben, die sich für Auswertungen bis hinunter zur Gemeindeebene eignen. In dieser Kombination aus Umfang und regionaler Tiefe bildet der Zensus eine einzigartige Datenbasis für die amtliche Statistik und für Forscherinnen und Forscher.
Die drei Zensus-Produkte, die nun in das FDZ-Datenangebot aufgenommen werden, sind ideal auf unterschiedliche Forschungsschwerpunkte zugeschnitten. Die Haushaltsstichprobe (Produkt 1) mit Detailinformationen zu den Lebensverhältnissen in Deutschland wird als standardisierter Datensatz angeboten und kann separat beantragt werden. Das Gleiche gilt für die Gebäude- und Wohnungszählung (Produkt 2), die als Vollerhebung durchgeführt wurde und 2022 erstmals Informationen zu Heizungsart und Miete enthält. Neu ist auch, dass diese Produkte im Vollmaterial am Gastwissenschaftsarbeitsplatz (GWAP) bearbeitet werden können und für die Ergebniserstellung der bisherige Umweg über die Kontrollierte Datenfernverarbeitung (KDFV) entfällt. 
Auch der Zugriff auf die Zensusdaten in ihrer ganzen Bandbreite wird ermöglicht. Der Gesamtdatensatz (Produkt 3) wird aufgrund seiner Größe und Komplexität für jedes Forschungsvorhaben individuell aufbereitet, weshalb es einer ausführlichen Beratung im Vorfeld der Datennutzung bedarf. Zur Exploration und Modellentwicklung bieten wir ohne zusätzliche Kosten eine Stichprobe von Produkt 3 am GWAP an. 
Weitere Informationen zum Datenzugang und den Nutzungsmöglichkeiten finden Sie hier.

Hinweis zur Nutzung historischer AFiD-Daten

Nach § 13a BStatG  sind die zur Verknüpfung verwendeten Kennnummern in Wirtschafts- und Umweltstatistiken 30 Jahre nach Abschluss einer Erhebung zu löschen. Daher müssen alle Kennnummern des Berichtsjahres 1995 zum 31.12.2026 aus den AFiD-Daten entfernt werden (danach jährlich ein weiteres Jahr). Um die Auswertbarkeit der historischen Daten für die Wissenschaft zu erhalten, haben die FDZ ein neues Produkt entwickelt: AFiD-Fix-Panel. Durch eine einheitliche Pseudonymisierung wird die Verknüpfbarkeit sowohl im Querschnitt über alle AFiD-Produkte als auch im Längsschnitt erhalten, auch eine Verknüpfung mit externen Merkmalen auf Makroebene ist möglich. Das erste Fix-Panel umfasst die Jahre 1995–2021 und wird ab 01.01.2027 verfügbar sein. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Anpassung der Entgelte in den FDZ ab 2026

Ab dem 1. Januar 2026 treten neue Entgelte für die Datennutzung in den Forschungsdatenzentren der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder (FDZ) in Kraft. Die neue Entgeltstruktur ist gestaffelt und orientiert sich an den entstehenden Betreuungsaufwänden für die FDZ. Außerdem kommt es zu einer Deckelung der Anzahl an Datennutzenden pro Projekt. Auch zukünftig findet eine Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses durch starke Rabattierungen statt. Informationen zum Hintergrund der Anpassungen, die Übersicht der neuen Entgeltstruktur und Informationen zum Umgang mit Nutzungsanträgen, Erweiterungen und Verlängerungen finden Sie hier.

Neues E-Learning: Die Lernkarten der FDZ

Ab sofort steht Ihnen das neue E-Learning Angebot der FDZ zur Verfügung. Es vermittelt auf anschauliche Weise alle wichtigen Grundlagen rund um die Arbeit mit den Mikrodaten der FDZ. Weitere Informationen zu den Lernkarten erhalten Sie hier.