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Zugang zu den Mikrodaten

Die Forschungsdatenzentren bieten unterschiedliche Möglichkeiten für die Nutzung amtlicher Mikrodaten. Sie unterscheiden zwischen On-Site- und Off-Site-Zugangswegen.

Die im Folgenden vorgestellten Zugangswege unterscheiden sich sowohl hinsichtlich der Anonymität der nutzbaren Mikrodaten als auch in der Art der Datenbereitstellung. Der Datenzugang ist an bestimmte Bedingungen geknüpft. In den Nutzungsbedingungen können Sie sich näher informieren. Um Mikrodaten nutzen zu können, müssen Sie außerdem über Kenntnisse zu einem der über die FDZ angebotenen Auswertungsprogramme verfügen (SAS, SPSS, Stata oder teilweise R). Für die Nutzung der On-Site Zugangswege muss die Arbeit mit den Auswertungsprogrammen syntaxbasiert erfolgen.

On-Site-Nutzung:

Gastwissenschaftsarbeitsplätze

In allen Standorten der beiden Forschungsdatenzentren stehen Gastwissenschaftsarbeitsplätze (GWAP) bereit, an denen die Mikrodaten in den geschützten Räumen der amtlichen Statistik durch Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen analysiert werden können. Da die Einzeldaten bereits durch die Regulierung des Datenzugangs und die Ausstattung des PC-Arbeitsplatzes geschützt werden, können am GWAP – je nach Sensibilität der Daten – faktisch oder formal anonyme Mikrodaten bereitgestellt werden.

Die Gastwissenschaftsarbeitsplätze, an denen die Mikrodaten ausgewertet werden können, sind mit gängigen Analyseprogrammen (SPSS, SAS, Stata und teilw. R) ausgestattet und nach außen vollständig abgeschottet. Für E-Mail-Kommunikation und Internet-Recherchen steht ein separater PC-Arbeitsplatz mit Internetanbindung zur Verfügung. Innerhalb einer Datennutzung können mehrere Gastwissenschaftsaufenthalte stattfinden. Die Termine müssen vorab mit dem betreuenden FDZ-Standort abgestimmt werden.

Kontrollierte Datenfernverarbeitung

Off-Site-Nutzung:

Scientific Use Files

Scientific Use Files (SUF) sind standardisierte Datensätze, die von den Forschungsdatenzentren für gängige Statistiken erstellt werden. Durch die faktische Anonymisierung der Mikrodaten dürfen sie außerhalb der geschützten Räume der amtlichen Statistik verwendet werden. SUF bieten im Vergleich zu den On-Site-Zugangswegen ein geringeres Analysepotenzial, sind jedoch so konzipiert, dass sie sich für einen großen Teil der wissenschaftlichen Forschungsvorhaben eignen.

SUF werden für die Analyseprogramme SAS, SPSS und Stata angeboten oder mit entsprechenden Einleseroutinen bereitgestellt. Sie dürfen nur in den Räumen der beantragenden wissenschaftlichen Einrichtungen genutzt werden.

Public Use Files
Campus Files

Kombination der Datenzugangswege

Die dargestellten Zugangswege können beliebig miteinander kombiniert werden. So können beispielsweise Teile der Analyse eines Datensatzes an einem Gastwissenschaftsarbeitsplatz erfolgen, während andere Analysen mit dem Scientific Use File in der wissenschaftlichen Einrichtung durchgeführt werden. Auch die Kombination von Gastwissenschaftsaufenthalt und kontrollierter Datenfernverarbeitung bietet sich in vielen Fällen an. Insbesondere bei längeren Forschungsprojekten sind solche Aufteilungen oft sinnvoll. Bei der kombinierten Nutzung der Zugangswege fallen in der Regel gesonderte Entgelte an.

Nicht-wissenschaftliche Datennutzung

Gemäß § 16 (6) des Bundesstatistikgesetzes (BStatG) dürfen die Forschungsdatenzentren nur „Hochschulen oder sonstigen Einrichtungen mit der Aufgabe unabhängiger wissenschaftlicher Forschung“ einen Zugang zu amtlichen Mikrodaten gewähren. Personen oder Einrichtungen, die nicht unter diese Definition fallen, können sich für die benötigten Informationen an die jeweiligen Auskunftsdienste der statistischen Ämter des Bundes und der Länder wenden. Die entsprechenden Kontaktinformationen finden Sie in der folgenden Übersicht: