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Datenzugang

 

Arbeitsplätze für Gastwissenschaftler | Kontrollierte Datenfernverarbeitung |
Scientific-Use-Files | Public-Use-Files | CAMPUS-Files |
Kombination der Zugangswege | Nicht-wissenschaftliche Datennutzung

 

Über die Forschungsdatenzentren bieten die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder ausschließlich Hochschulen und sonstigen Einrichtungen mit der Aufgabe unabhängiger wissenschaftlicher Forschung verschiedene Formen des Zugangs zu ausgesuchten Datenbeständen der amtlichen Statistik für wissenschaftliche Zwecke an. Auch Studierenden, die Einzelangaben der amtlichen Statistik für Seminar- oder Abschlussarbeiten nutzen möchten, stehen die genannten Nutzungswege offen.

 

On-Site-Nutzung:

 

Off-Site-Nutzung:

 

Die Zugangswege unterscheiden sich sowohl hinsichtlich der Anonymität der nutzbaren Daten als auch in der Art der Datenbereitstellung.

Die im Datenangebot aufgeführten Erhebungen können bei den Forschungsdatenzentren der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder auf Antrag genutzt werden. Anträge können für inhaltlich und zeitlich eingegrenzte wissenschaftliche Projekte gestellt werden. Die Projektlaufzeit ist auf einen Zeitraum von drei Jahren beschränkt. Für die Nutzung der Daten über die Forschungsdatenzentren wird ein Entgelt erhoben. Weitere Informationen zu den Nutzungsbedingungen erhalten Sie hier

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ON-Site-Nutzung:

 

Arbeitsplätze für Gastwissenschaftler

In allen Standorten der beiden Forschungsdatenzentren stehen PC-Arbeitsplätze bereit, an denen faktisch anonymisierte Einzeldaten in den geschützten Räumen der amtlichen Statistik von Gastwissenschaftlern analysiert werden können. Die faktische Anonymität wird hierbei nicht allein durch die Anonymisierung der Daten erreicht, sondern in Kombination mit einer Regulierung des Datenzugangs.

Die PC-Arbeitsplätze sind mit den gängigen Analyseprogrammen (SPSS, SAS, teilw. Stata) ausgestattet. Eine Installation zusätzlicher Software ist grundsätzlich möglich, muss jedoch im Einzelfall geprüft werden. Für E-Mail-Kommunikation und WWW-Recherche steht ein separater PC-Arbeitsplatz mit Internetanbindung zur Verfügung.

 

Kontrollierte Datenfernverarbeitung

Die Datenfernverarbeitung erlaubt als einziger Zugangsweg die Analyse formal anonymisierter Originaldaten. Für den Datennutzer besteht hier jedoch kein direkter Zugang zu den Daten.

Die Datennutzer erhalten hierzu Strukturdatensätze (Dummy-Dateien), die in Aufbau und Merkmalsausprägungen dem Originalmaterial gleichen. Mittels dieser Dummy-Dateien können Auswertungsprogramme (Syntax-Skripte) in den Analyseprogrammen SPSS, SAS oder Stata erstellt werden, mit denen die Statistischen Ämter anschließend die Originaldaten auswerten. Die Datennutzer erhalten nach einer notwendigen Geheimhaltungsprüfung schließlich die Ergebnisse dieser Auswertung.

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OFF-Site-Nutzung:

 

Scientific-Use-Files (SUF)

In Form faktisch anonymisierter Mikrodaten bieten die Forschungsdatenzentren die Einzelangaben gängiger Statistiken als standardisierte Scientific-Use-Files (SUF) an. Diese Daten sind so weit anonymisiert, dass sie außerhalb der geschützten Räume der amtlichen Statistik verwendet werden dürfen. Sie bieten daher im Vergleich zu den On-Site-Zugangswegen ein geringeres Analysepotenzial, sind jedoch so konzipiert, dass sie sich für einen großen Teil der wissenschaftlichen Forschungsvorhaben eignen. Scientific-Use-Files dürfen nur in den Räumen der beantragenden wissenschaftlichen Einrichtungen genutzt werden.

 

Public-Use-Files (PUF)

Als absolut anonymisierte Mikrodaten stehen standardisierte Public-Use-Files (PUF) zur Verfügung. Aufgrund der Anonymisierung sind in Public-Use-Files nur ausgewählte Merkmale enthalten. Fachlich tief gegliederte Merkmale werden in der Regel aggregiert. Tiefere räumliche Abgrenzungen können auf der Basis von Public-Use-Files meist nicht vorgenommen werden.

 

CAMPUS-Files

Die Forschungsdatenzentren der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder haben sich zum Ziel gesetzt, den Umgang mit amtlichen Mikrodaten in der wissenschaftlichen Lehre zu fördern. Sie bieten daher speziell für die Lehre konzipierte CAMPUS-Files an. CAMPUS-Files sind absolut anonymisierte Mikrodaten an Hand derer Studierende die Möglichkeit haben, sich Methodenkenntnisse anzueignen sowie erste Erfahrungen mit der Auswertung von Mikrodaten zu sammeln.

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Kombination der Datenzugangswege

Die dargestellten Wege der Datennutzung können auch miteinander kombiniert werden. So können Teile der Analyse eines Datensatzes an einem Gastwissenschaftlerarbeitsplatz erfolgen, während andere Analysen dieser Erhebung mit dem standardisierten Scientific-Use-File in der wissenschaftlichen Einrichtung durchgeführt werden. Auch die Kombination von Gastwissenschaftleraufenthalt und Datenfernverarbeitung bietet sich in vielen Fällen an. Insbesondere bei längeren Forschungsprojekten sind solche Aufteilungen oft sinnvoll. Bei der kombinierten Nutzung der Zugangswege fallen gesonderte Entgelte an.

 

Nicht-wissenschaftliche Datennutzung

Personen oder Einrichtungen, die nicht zum Adressatenkreis der Wissenschaft zählen, erhalten Zugang zu Daten der amtlichen Statistik über die jeweiligen Auskunftsdienste der statistischen Ämter des Bundes und der Länder. Die entsprechenden Kontaktinformationen finden Sie hier.

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