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Nutzungsbedingungen

 

Die Forschungsdatenzentren der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder stellen der Wissenschaft Mikrodaten der amtlichen Statistik zu Forschungszwecken zur Verfügung. Der Zugang zu den Mikrodaten muss beantragt werden.

Die Nutzung der Daten basiert auf 16 Absatz 6 und 3a Absatz 2 Bundestatistikgesetz (BStatG) und ist an bestimmte Bedingungen gebunden, die im Folgenden erläutert sind.

Die Nutzung amtlicher Mikrodaten ist

 

Adressatengebundene Nutzung

Nutzungsberechtigt sind wissenschaftliche Einrichtungen mit der Aufgabe unabhängiger wissenschaftlicher Forschung. Dies sind Hochschulen und Universitäten sowie wissenschaftliche Institute. Wird von einer wissenschaftlichen Einrichtung zum ersten Mal ein Nutzungsantrag eingereicht, wird die Nutzungsberechtigung rechtlich geprüft. Die Prüfung kann zwischen zwei und vier Wochen dauern. Die Daten dürfen nur von Personen genutzt werden, die der nutzungsberechtigten Einrichtung angehören, d.h. dort immatrikuliert sind oder dort im Rahmen einer Qualifikationsarbeit betreut werden, dort angestellt sind oder einen Gastwissenschaftlerstatus haben. Darüber hinaus ist es erforderlich, dass die nutzenden Personen auf die statistische Geheimhaltung nach
16 Absatz 7 BStatG verpflichtet wurden. Diese Verpflichtung kann in jedem statistischen Amt durchgeführt werden.

 

Zweckgebundene Nutzung

Die Nutzung ist ausschließlich für wissenschaftliche Forschungsprojekte möglich. Dies können z.B. Qualifikationsarbeiten wie Master- oder Doktorarbeiten sein, aber auch drittmittelfinanzierte Forschungsprojekte, Eigenmittelprojekte oder Forschungsarbeiten im Auftrag von Ministerien. Für jedes Forschungsprojekt ist ein separater Nutzungsantrag zu stellen. Aus dem beantragten Projekt dürfen mehrere Publikationen entstehen.

Bei Publikationen sind die genutzten amtlichen Mikrodaten wie folgt zu zitieren:

Darüber hinaus ist es erforderlich, den Forschungsdatenzentren der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder mindestens ein Belegexemplar der Publikation in gedruckter oder elektronischer Fassung zur Verfügung zu stellen.

 

Zeitlich begrenzte Nutzung

Die Laufzeit der Datennutzung beträgt drei Jahre. Es besteht die Möglichkeit der (kostenpflichtigen) Verlängerung für weitere drei Jahre. Die zeitliche Begrenzung resultiert aus der Zweckbindung der Datennutzung für Forschungsprojekte, d.h. für eine zeitlich begrenzte Aufgabe. Für wissenschaftliche Daueraufgaben dürfen die Daten nicht bereitgestellt werden.

 

Vertraglich vereinbarte Nutzung

Für die Nutzung der Daten wird zwischen der beantragenden wissenschaftlichen Einrichtung und den Forschungsdatenzentren der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder ein Nutzungsvertrag geschlossen. Im Vertrag sind die Rechte und Pflichten der beiden Vertragspartner geregelt. Dazu gehört beispielsweise aufseiten der FDZ die Pflicht zur Datenbereitstellung und aufseiten der Einrichtung bzw. der Datennutzer die Pflicht der statistischen Geheimhaltung.

 

Kostenpflichtige Nutzung

Die Nutzung der Daten ist entgeltpflichtig. Die Höhe des Entgelts ist abhängig von der Anzahl der beantragten Statistiken, der beantragten Jahre und der beantragten Zugangswege sowie davon, ob die Daten des Standardangebotes oder projektspezifisch aufbereitete Daten nachgefragt werden.
Weitere Informationen zu den Entgelten finden Sie unter Nutzungsentgelte.

 

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Version: Januar 2015
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